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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Rettungsgasse:

Was ist eine Rettungsgasse?

Die Rettungsgasse ist ein freigehaltener Fahrstreifen für Feuerwehr, Rettung, Polizei und Abschleppdienste, damit sie bei Stau schnell zum Einsatzort kommen.
Ohne sie verlieren wir wertvolle Minuten – und im Ernstfall kostet das Leben.

Wann muss ich eine Rettungsgasse bilden?

📍 Sobald sich der Verkehr auf Autobahnen oder Schnellstraßen verlangsamt oder staut.
Nicht erst, wenn du ein Einsatzfahrzeug siehst! Schon bei Stop-and-Go oder stockendem Verkehr: Gasse freimachen.

Wie bilde ich die Rettungsgasse richtig?
  • Zwei Spuren:
    Fahrzeuge auf der linken Spur fahren ganz nach links
    Fahrzeuge auf der rechten Spur fahren ganz nach rechts (inkl. Pannenstreifen)

  • Drei oder mehr Spuren:
    Die Gasse wird zwischen der ganz linken und der mittleren Spur gebildet
    → Linke Spur nach links, alle anderen nach rechts

📌 Wichtig: Immer so nah wie möglich an den Rand – nicht in der Mitte bleiben!

Wie lange muss die Rettungsgasse freigehalten werden?

➡️ So lange, bis sich der Stau vollständig aufgelöst hat!
Nicht sofort wieder schließen, auch wenn kein Einsatzfahrzeug kommt – es kann später noch eines folgen.

Was passiert, wenn ich keine Rettungsgasse bilde?

Das ist kein Kavaliersdelikt – in Österreich drohen:

  • Geldstrafen bis zu € 2.180

  • Führerscheinentzug bei Behinderung von Einsatzkräften

  • Und vor allem: Du riskierst Menschenleben.

Darf ich die Rettungsgasse selbst benutzen?

🚫 Nein!
Die Rettungsgasse ist ausschließlich für Einsatzfahrzeuge.
Wer sie eigenmächtig nutzt (z. B. zum schnelleren Vorankommen), macht sich strafbar und gefährdet andere.

Was mache ich, wenn ich auf der linken Spur bin und keinen Platz mehr habe?

Fahr so weit wie möglich nach links, auch wenn’s knapp wirkt – Spiegel einklappen, gegebenenfalls schräg stehen. Jeder Zentimeter hilft.
Rettungsfahrzeuge sind schmal und kommen oft gerade noch durch.

Und was, wenn ich am Pannenstreifen stehe?

Wenn du bereits auf dem Pannenstreifen bist, bleib dort – fahr auf keinen Fall in die Rettungsgasse.
Wenn möglich: Warnblinker einschalten und das Fahrzeug mit Abstand zur Fahrbahn sichern.

Notrufnummern:

Welche Notrufnummern gibt es in Österreich?
NotfallNummerZuständig für
Feuerwehr☎️ 122Brand, Rauch, Explosion, technische Hilfeleistungen (z. B. Verkehrsunfall, eingeklemmte Person)
Polizei☎️ 133Einbruch, Gewalt, verdächtige Personen, allgemeine Sicherheit
Rettung☎️ 144Medizinische Notfälle, Verletzungen, Bewusstlosigkeit
Euro-Notruf☎️ 112EU-weit gültig – verbindet dich mit der zuständigen Notrufstelle, auch ohne SIM-Karte
Vergiftungszentrale☎️ 01 406 43 43Bei Vergiftungen, Einnahme unbekannter Stoffe (24 Stunden erreichbar)
Wie setzte ich einen Notruf richtig ab?

Ganz wichtig: Ruhe bewahren!
Folgende Infos helfen der Einsatzleitstelle:

  • Wo ist der Notfall? (Adresse, Stockwerk, Orientierungshilfe)

  • Was ist passiert? (z. B. Brand, Unfall, Person bewusstlos)

  • Wie viele Personen sind betroffen?

  • Wer ruft an? (Dein Name, Rückrufnummer)

📞  Nicht einfach auflegen! Warte, ob Rückfragen kommen.

Was ist der Unterschied zwischen 122 und 112?
  • 122 verbindet dich direkt zur Feuerwehr-Notrufzentrale in Österreich.

  • 112 ist der europaweite Notruf – praktisch, wenn du im Ausland bist oder kein Netz oder keine SIM-Karte hast. In Österreich wirst du bei 112 an die jeweils zuständige Stelle weitergeleitet.

Kann ich den Notruf auch wählen, wenn ich keinen Empfang habe?

Ja – 112 funktioniert auch ohne Netz deines Mobilfunkanbieters, solange irgendein Netz verfügbar ist.
Bei 122, 133 oder 144 brauchst du ein aktiviertes Handy mit SIM-Karte.

Was passiert, wenn ich versehentlich die Feuerwehr rufe?

Keine Sorge – nicht auflegen!
Sag einfach, dass es ein Versehen war. Wenn du auflegst, wird oft trotzdem ein Einsatz ausgelöst – also lieber kurz aufklären. Mutwilliger Missbrauch ist allerdings strafbar!

Was passiert nach dem Notruf?

Sobald du den Notruf abgesetzt hast:

  • Die Einsatzkräfte werden sofort alarmiert

  • Je nach Lage kann die Leitstelle mit dir in Kontakt bleiben, um Anweisungen zu geben

  • Bleib am Einsatzort, wenn du helfen kannst oder wichtige Infos hast

Kann ich als Kind oder Jugendlicher auch den Notruf wählen?

Ja, unbedingt! Auch Kinder dürfen – und sollen – bei Gefahr die 122, 133 oder 144 wählen.
Wenn du allein bist und merkst, dass jemand Hilfe braucht: Ruf an!
Sag einfach klar und laut, was passiert ist und wo du bist.

Verhalten im Brandfall:

Was soll ich tun, wenn es brennt?

➡️ Ruhe bewahren – auch wenn’s schwerfällt.
➡️ Menschen retten – zuerst alle aus der Wohnung bringen.
➡️ Türen schließen, um die Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern.
➡️ Feuerwehr rufen: 122 – so schnell wie möglich!
➡️ Nicht zurück ins Haus laufen! – auch nicht für Handy, Haustier oder Geldtasche.

Wie rufe ich die Feuerwehr richtig?
📞 Wähle 122 (österreichweiter Feuerwehr-Notruf)

Und nenne dabei:

  • Wo brennt es? (Adresse, Stockwerk, Besonderheiten)

  • Was brennt? (z. B. Küche, Auto, Müllcontainer…)

  • Wie viele Personen sind betroffen?

  • Wer ruft an? (Dein Name und Rückrufnummer)

Bleib am Telefon, bis du keine Fragen mehr beantworten musst.

Darf ich versuchen, das Feuer selbst zu löschen?

Nur wenn:

  • du dich nicht in Gefahr bringst

  • das Feuer klein ist (z. B. ein Mülleimerbrand)

  • du einen passenden Feuerlöscher oder Löschdecke in der Nähe hast

Aber: Sobald Rauch oder Unsicherheit im Spiel ist – sofort raus und Feuerwehr alarmieren!

Was mache ich, wenn die Wohnung stark verraucht ist?

🚫 Nicht durch Rauch laufen!
Wenn der Fluchtweg verraucht ist:

  • Tür schließen,

  • am Boden bleiben (Rauch steigt nach oben),

  • Fenster öffnen und laut um Hilfe rufen

  • versuche, dich sichtbar zu machen (z. B. mit Tuch oder Lichtsignal)

Wie verhalte ich mich im Stiegenhaus bei Feuer?

➡️ Keinen Aufzug benutzen!
➡️ Wenn das Stiegenhaus rauchfrei ist: Fluchtweg benutzen und ins Freie gehen.
➡️ Wenn Rauch im Stiegenhaus ist: In der Wohnung bleiben, Türen abdichten, Fenster öffnen, auf Rettung warten.

Was mache ich, wenn es in einem anderen Wohnungsbereich oder bei Nachbarn brennt?
  • Sofort Feuerwehr verständigen (122)

  • Andere warnen (z. B. anklopfen)

  • Eigene Wohnung sichern (Fenster zu, Tür zu, Rauch draußen halten)

  • Nur evakuieren, wenn der Fluchtweg sicher ist

Was kann ich vorbeugend tun?

✅ Rauchmelder anbringen und regelmäßig prüfen
✅ Fluchtwege (Türen, Gänge) nicht verstellen
✅ Einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke bereithalten
✅ Mit deiner Familie oder deinen Mitbewohner*innen einen Notfallplan besprechen
✅ Kinder aufklären: nicht verstecken, sondern laut rufen!

Was passiert, wenn die Feuerwehr kommt?

Mach dich bemerkbar – z. B. am Fenster oder Balkon.
Bleib ruhig, befolge die Anweisungen der Einsatzkräfte.
Wenn du weißt, ob noch Personen in Gefahr sind, sag es sofort!

Sirenensignale:

Bedeutung der Warn- und Alarmsignale?

Österreich verfügt über ein flächendeckendes Sirenennetzwerk. Im Stadtgebiet von Villach stehen 24 Sierenen für die Alarmierung der Feuerwehr, aber auch für die Alarmierung der Bevölkerung zur Verfügung. Die Sirenen können durch die Leitstelle Villach, durch den Leistellenverbund Kärnten und durch die Bundeswarnzentrale ausgelöst werden.

Die wöchentliche Sirenenprobe findet jeden Samstag um 12:00 Uhr statt. Sie dient zur Funktionsüberprüfung der Sirenen.

Der jährliche Zivilschutz-Probealarm erfolgt am 1. Samstag im Oktober. Dabei werden sämtliche Alarmsignale zur Auslösung gebracht.

Rauchmelder:

Warum sind Rauchmelder so wichtig?
Rauchmelder retten Leben.

Bei einem Brand entsteht oft giftiger Rauch – und gerade nachts bekommst du davon nichts mit. Ein Rauchmelder warnt dich rechtzeitig mit einem lauten Signal, damit du dich und andere in Sicherheit bringen kannst.

Gibt es in Österreich eine Rauchmelderpflicht?

Ja, seit 1. Jänner 2013 gilt laut OIB-Richtlinie 2:
In allen Neubauten und umfassend sanierten Wohnungen müssen Rauchwarnmelder installiert werden – in Aufenthaltsräumen, ausgenommen Küchen.

Für Bestandswohnungen gibt es keine generelle Nachrüstpflicht, aber die Feuerwehr empfiehlt dringend, auch hier Rauchmelder nachzurüsten.

Wo sollen Rauchmelder angebracht werden?

Empfohlene Orte:

  • Schlafzimmer

  • Kinderzimmer

  • Wohnzimmer

  • Flure, die als Fluchtwege dienen

Immer an der Decke in der Raummitte, mindestens 50 cm von der Wand entfernt. In mehrstöckigen Häusern: auf jeder Etage!

Wer ist für die Installation zuständig?

In Österreich ist der Eigentümer oder Bauherr für die Installation verantwortlich. Bei Mietwohnungen sollte die Installation über den Vermieter oder die Hausverwaltung erfolgen – im Zweifel lieber nachfragen!

Kann ich Rauchmelder selbst montieren?

Ja, das geht ganz einfach. Du kannst sie mit Schrauben oder Klebepads an der Decke befestigen. Wichtig ist nur: Deckenmitte, nicht zu nah an Wänden, Fenstern oder Lüftungen.

Wie oft muss ein Rauchmelder überprüft werden?

Mach einmal im Jahr einen Funktionstest – bei den meisten Geräten geht das per Knopfdruck.
Achte außerdem darauf:

  • Ist die Batterie noch voll?

  • Ist der Rauchmelder verstaubt oder verschmutzt?

  • Ist das Gerät älter als 10 Jahre? Dann bitte austauschen!

Was tun, wenn der Rauchmelder ohne Grund piept?

Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Batterie fast leer → tauschen

  • Gerät verstaubt → vorsichtig reinigen

  • Gerät defekt → besser ersetzen

Wenn du sicher bist, dass kein Brand vorliegt, kannst du das Piepen nach dem Check abschalten. Im Zweifel: lieber einmal zu oft vorsichtig sein!

Was kostet ein Rauchmelder – und worauf soll ich achten?

Gute Geräte gibt’s schon ab 20 bis 40 Euro. Achte beim Kauf auf:

  • das „Q“-Label (steht für geprüfte Qualität und lange Lebensdauer)

  • das CE-Zeichen mit der Norm EN 14604

  • am besten: 10-Jahres-Batterie, dann hast du lange Ruhe

Wann soll ich die Feuerwehr rufen?

Sobald du Rauch oder Feuer bemerkst – oder wenn der Rauchmelder losgeht und du die Ursache nicht sicher ausschließen kannst:

📞 Sofort den Notruf 122 wählen!

Lieber einmal zu viel als einmal zu spät.