Hauptfeuerwache Villach

Fachbereich

Drohne

Lagebild aus der Luft · im Dienst seit 2024

Warum wir fliegen

Was von oben sichtbar wird

Ein unbemanntes Luftfahrzeug liefert der Einsatzleitung in wenigen Minuten das, wofür man am Boden viel Zeit und Personal braucht: einen vollständigen Überblick. Gerade bei unübersichtlichen Lagen entscheidet dieser Überblick darüber, wo Kräfte gebraucht werden – und wo nicht.

Bei Bränden

Glutnester finden

Mit der Wärmebildkamera werden Glutnester sichtbar, die von außen niemand erkennt – im Dachstuhl ebenso wie in einer abgelöschten Waldfläche.

Bei Vermisstensuche

Große Flächen absuchen

Wärmebild aus der Luft deckt in kurzer Zeit Flächen ab, für die eine Suchkette Stunden benötigen würde.

Bei Unwettern

Schadenslage erfassen

Nach Sturm oder Hochwasser zeigt der Blick von oben, welche Bereiche betroffen sind und wo Zufahrten blockiert sind.

Im Einsatz

Schnell oben, schnell im Bild

Die Drohne ist im Einsatzfahrzeug verlastet und innerhalb weniger Minuten startklar. Das Livebild geht direkt an die Einsatzleitung.

Zwölf ausgebildete Fernpiloten

Seit der Indienststellung 2024 dürfen zwölf Mitglieder unserer Wache die Drohne fliegen. Diese Breite ist der eigentliche Punkt: Ein Gerät nützt nur dann etwas, wenn zu jeder Tages- und Nachtzeit jemand da ist, der es bedienen kann.

Der Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge unterliegt in Österreich klaren Regeln. Unsere Pilotinnen und Piloten sind entsprechend ausgebildet und werden laufend weitergeschult – Flüge finden ausschließlich im gesetzlichen Rahmen statt.

Datenschutz im Einsatz

Geflogen wird zur Lageerkundung, nicht zur Beobachtung. Aufnahmen entstehen ausschließlich einsatzbezogen und werden nicht zu anderen Zwecken verwendet.

Das Gerät

DJI Mavic 3T

Ein Multikopter der Enterprise-Klasse mit drei Kameras: Wärmebild, Zoom und Weitwinkel. Damit lässt sich dieselbe Stelle im selben Anflug thermisch und optisch beurteilen – ein Glutnest wird nicht nur gefunden, sondern auch im Detail sichtbar gemacht.

Wärmebild

640 × 512 Pixel

Radiometrische Wärmebildkamera mit 30 Bildern pro Sekunde. Messbereich −20 bis 150 °C, im zweiten Modus bis 500 °C – Brandstellen bleiben also auch bei großer Hitze auswertbar.

Zoom

56-facher Hybridzoom

Erlaubt es, aus sicherer Entfernung heranzugehen – etwa an eine Gefahrgutkennzeichnung oder an eine beschädigte Dachfläche, ohne näher anfliegen zu müssen.

Weitwinkel

48 Megapixel

Liefert das Übersichtsbild der gesamten Einsatzstelle in 4K – die Grundlage für die Lagebeurteilung der Einsatzleitung.

MerkmalWert
ModellDJI Mavic 3T (Thermal), Ausführung „Complete“
Indienststellung2024
Wärmebildkamera640 × 512 Pixel, 30 fps, Pixelabstand 12 μm
Sichtfeld Wärmebild61° diagonal, entspricht 40 mm Brennweite
Temperaturmessbereich−20 bis 150 °C bzw. 0 bis 500 °C
Zoomkamera1/2″ CMOS, 12 MP, 56-facher Hybridzoom, 4K/30
Weitwinkelkamera1/2″ CMOS, 48 MP, 4K/30
Maximale Flugzeit45 Minuten
Startgewicht1.050 g
Übertragungsreichweitebis 8 km (CE, freie Sicht)
Windbeständigkeit12 m/s

Technische Daten laut Herstellerangaben. Die Ausführung „Complete“ umfasst neben dem Fluggerät zusätzliche Akkus, Ladestation und Transportkoffer – die Drohne ist damit ohne Vorlauf einsatzbereit verlastet.