Schwerer LKW-Unfall auf der A2 bei Villach-Warmbad
1 Aufruf
Am 12. September 2026 wurde die Hauptfeuerwache Villach gegen 12:00 Uhr, kurz vor dem Start der Harley-Parade, gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Gödersdorf und Drobollach zu einem schweren LKW-Unfall auf der A2 Südautobahn im Bereich Villach-Warmbad alarmiert.
Aus bisher unbekannter Ursache kam ein Sattelzug auf der Richtungsfahrbahn Italien von der Fahrbahn ab, durchbrach die Mittelleitschiene und schlitterte rund 30 Meter weiter. Anschließend kam das Schwerfahrzeug auf der Richtungsfahrbahn Wien zum Liegen.
Lenker aus dem Führerhaus befreit
„Beim Eintreffen unseres Rüstzuges war der Lenker noch im Führerhaus eingeschlossen, glücklicherweise aber ansprechbar. Die ersten Einsatzkräfte konnten den Mann rasch aus dem Fahrzeug befreien. Anschließend wurde er durch unseren Feuerwehrsanitäter erstversorgt und mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Roten Kreuz ins Klinikum Villach eingeliefert“, berichtet Einsatzleiter OBI Martin Regenfelder, Kommandant-Stellvertreter der Hauptfeuerwache Villach.
Durch die massive Beschädigung des Sattelzuges wurde auch der Dieseltank aufgerissen. Eine größere Menge Dieselkraftstoff sowie weitere Betriebsmittel traten aus und gelangten in das Erdreich am Mittelstreifen der Autobahn.
Parallel zur Menschenrettung bauten die Feuerwehrkräfte einen Brandschutz auf und sicherten die Unfallstelle ab. Die ausgetretenen Betriebsmittel wurden soweit möglich gebunden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Feuerwehren Gödersdorf und Drobollach unterstützten diese Maßnahmen.
Aufgrund der ausgelaufenen Betriebsstoffe wurde zusätzlich der Chemiebereitschaftsdienst der Kärntner Landesregierung zur Einsatzstelle beordert. Der Landeschemiker beurteilt, welche weiteren Maßnahmen zum Schutz der Umwelt erforderlich sind.
Aufwändige Bergung des Sattelzuges
Bevor ein privates Bergeunternehmen den schwer beschädigten Sattelzug aufrichten kann, muss ein Teil der Ladung aus dem Kühlsattelauflieger entfernt werden. Dabei handelt es sich um frische Rinderhäute. Die Feuerwehrkräfte müssen diese zum Teil händisch entladen und tragen dabei Einwegschutzanzüge.
„Erst wenn die Ladung entsprechend entfernt ist, kann das Bergeunternehmen mit der eigentlichen Bergung und dem Aufrichten des Sattelzuges beginnen. Wie lange diese Arbeiten noch dauern werden, lässt sich derzeit noch nicht genau abschätzen“, so OBI Regenfelder.
Einsatzstand: 12. September 2026, 18:00 Uhr
Zum Berichtsstand steht die Hauptfeuerwache Villach weiterhin mit sechs Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften gemeinsam mit der FF Gödersdorf auf der Autobahn im Einsatz.
Die Richtungsfahrbahn Wien ist zu diesem Zeitpunkt aufgrund der umfangreichen Unfall- und Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Dauer der Sperre und das Ende des Einsatzes sind zum Berichtsstand noch nicht absehbar.
Bericht und Fotos: HFW Villach.
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